Podotherapie

# Podotherapie

Unter Podotherapie versteht man ein ganzheitliches Therapiekonzept. Es setzt sich mit den Folgen und Ursachen von Fehlhaltungen und Funktionsstörungen der Füße, sowie deren Wechselwirkung mit dem gesamten Bewegungsapparat auseinander.

Diese Fehlhaltungen oder Funktionsstörungen können einerseits zu Problemen direkt an den Füßen führen, aber auch Schmerzen und Verspannungen im gesamten Bewegungsapparat auslösen.

Ziel der Podotherapie ist eine nachhaltige Korrektur der Fußstellung, die Verbesserung der Körperhaltung und Ökonomisierung von Bewegungsabläufen.

Wie funktioniert es? Es erfolgt eine genaue Anamnese sowie die Befundung der Statik und Dynamik inkl. Ganganalyse. Es werden Fußabdrücke genommen. Je nach Anforderung werden im Anschluss die sogenannten propriozeptiven Sohlen oder fazilitierenden Sohlen angepasst.

Bei der propriozeptiven Sohle wird durch das Einbringen von speziellen „Keilen“ die schwache Fußmuskulatur aktiviert und so werden körpereigene Reflexe und Regulationsmechanismen ausgenützt, um eine Verbesserung zu erzielen.

Bei gravierenden Fußfehlstellungen, Kindern unter dem 5. Lebensjahr und zur Sportausübung, wird die fazilitierende Sohle angepasst. Diese bewirkt eine sanfte Korrektur durch eine geführte Bewegung und ermöglicht dadurch ein physiologisch Abrollen.

Podotherapie kann den physiotherapeutischen Behandlungsprozess erheblich verkürzen aber nicht ersetzen. Die Podotherapie ist eine Privatleistung und wird in der Regel nicht von den Krankenkassen zurückerstattet.

Einsatzbereiche:

  • Fußfehlstellungen, wie Knick-, Senk-, Spreizfüßen, Plattfüßen und Hohlfüßen
  • Hallux-Valgus Fehlstellungen
  • Fußschmerzen (Fersensporn, Plantarfascitis,…)
  • Knie- und Hüftschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gangunsicherheiten und Gangstörungen
  • Beckenschiefstand
  • Funktionelle Beinlängendifferenz